Traditionelle Chinesische Medizin - Ernährungslehre

Dr. med. Martina Henke-Stamatis, Ärztin für Naturheilkunde, Essen / Ruhrgebiet

Traditionelle Chinesische Medizin
Ernährungslehre

Lebensmittel als Arznei

Die Ernährungslehre ist eine wichtige Säule der Traditionellen Chinesischen Medizin. Durch Lebensmittel können Funktionskreisläufe und Organe beeinflusst werden, wodurch sie mit einer Arznei gleichbedeutend sind.

Eine Besonderheit der Chinesischen Ernährungslehre ist die Ausgewogenheit und das Vermeiden von Extremen.

Die Nahrung hat eine Auswirkung auf den Körper. Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden. Man nutzt die Qi Kraft des Nahrungsmittels um auf das Qi im Organismus einzuwirken.

Die Traditionelle Chinesische Medizin wertet die Nahrungsmittel nicht nach Kalorien und Vitamingehalt oder Mineralgehalt sondern nach energetischen Temperaturverhalten, Geschmack und somit der Wirkung auf den Organismus.


Geschmacksrichtungen geben einen Hinweis auf die Wirkung im Körper. Süßes wirkt befeuchtend und ausgleichend, Scharfes leitet nach oben und öffnet die Poren (z.B. Schwitzen), Bitteres leitet nach unten und fördert die Verdauung, Salziges kühlt und Saures leitet nach innen. Jede Geschmacksrichtung ist einem Funktionskreis zugeordnet.

Lebensmittel haben auch thermische Wirkungen, wie kalt, kühl, neutral, warm und heiß. Nicht die Temperatur der Speisen ist dabei ausschlaggebend sondern ihre stoffcharakterliche Wirkung im Körper. Jedes Lebensmittel hat einen Yin- oder Yang-Charakter oder verhält sich neutral. Yin steht für erfrischend bis kalt. Yang dagegen für warm bis heiß. Neutrale Lebensmittel z.B. wie Hirse, Dinkel, Linsen, Karotten und Kartoffeln gelten als besonders günstig.

Der Funktionskreisbezug der Nahrungsmittel zeigt an, in welchem Funktionskreis es seine Wirkung entfaltet.

Das Wissen über die Wirkung eines Nahrungsmittels ermöglicht ein genaues Abstimmen in einer Therapie. Die volle Wirkung der Chinesischen Ernährungslehre kann sich nur im Zusammenhang mit der kompletten Traditionellen Chinesischen Medizin entfalten.

Die gesunde Ernährung ist das beste Mittel zur Gesunderhaltung. Rohkost und Milchprodukte gelten in der Traditionellen Chinesischen Medizin als weniger wertvolle Nahrungsmittel, Fleisch ist ein fester Bestandteil im Speiseplan. Ideal ist es, viele neutrale Lebensmittel zu essen.

Einige Grundregeln für gesunde Ernährung:
· Nichts Eiskaltes
· Kein Fasten
· Regelmäßige warme Mahlzeiten
· Entspanntes Essen
· Nicht zu viele Milchprodukte
· Nicht zu viel Süßes
· Nicht zu viel fette Speisen
· Alle 5 Geschmäcker (sauer, bitter, süß, salzig,scharf)
· Vorwiegend heimische der Jahreszeit angepasste Nahrung
· Gesunde Menschen dürfen alles essen
- in erster Linie Getreide und Gemüse, aber auch Fleisch, Fisch, Eier, Obst etc.
·
Kranke Menschen sollten den Körper mit den richtigen Nahrungsmitteln stärken.
- Der Arzt kann nach gründlicher Diagnose einen individuellen Ernährungsplan zusammenstellen.

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